Ein Blutwert zeigt ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen bei Hypertonikern

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Ein Blutwert zeigt ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen bei Hypertonikern

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben die häufigste Todesursache weltweit, und Bluthochdruck verschlimmert dieses Risiko erheblich. Eine aktuelle Studie wirft Licht auf einen bisher wenig bekannten Zusammenhang zwischen einem Ungleichgewicht der Blutfette und diesen Erkrankungen bei Menschen mit Bluthochdruck. Der atherogene Plasmaindex, der das Verhältnis zwischen Triglyceriden und dem „guten“ Cholesterin misst, ermöglicht es, die Neigung zur Entwicklung von Arteriosklerose – einer Ansammlung von Plaques in den Arterien – zu bewerten.

Die Studie verfolgte über 20.000 erwachsene Hypertoniker in China über fast 12 Jahre. Dabei wurden vier verschiedene Verläufe dieses Index identifiziert: eine stabile Gruppe mit niedrigem Index, zwei stabile Gruppen mit mäßigem Index und eine letzte Gruppe, bei der der Index im Laufe der Zeit stark anstieg. Die Ergebnisse zeigen, dass Personen, deren Index am stärksten anstieg, ein um 43 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten als solche, deren Index niedrig blieb. Dieses Risiko war bei Herzinfarkten mit einem Anstieg von 80 % und bei ischämischen Schlaganfällen mit einer Zunahme von 40 % noch ausgeprägter.

Besonders betroffen waren junge Hypertoniker unter 45 Jahren: Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen war 3,4-mal höher, wenn sie zur Gruppe mit steigendem Index gehörten. Im Gegensatz dazu wurde kein Zusammenhang mit hämorrhagischen Schlaganfällen festgestellt. Die Forscher stellten zudem fest, dass Personen aus der Gruppe mit steigendem Index oft einen ungesünderen Lebensstil hatten, mit höheren Raten an Diabetes, Rauchen und Alkoholkonsum sowie einem höheren Body-Mass-Index.

Der atherogene Plasmaindex spiegelt ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen und schützenden Fetten im Blut wider. Ein hoher Index bedeutet, dass die Triglyceride, die Ablagerungen in den Arterien fördern, gegenüber dem „guten“ Cholesterin, das dabei hilft, diese Ablagerungen abzubauen, überwiegen. Dieses Ungleichgewicht beschleunigt die Bildung von arteriosklerotischen Plaques, die für Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich sind. Die zugrundeliegenden Mechanismen umfassen eine erhöhte Entzündung, eine geringere Fähigkeit, Cholesterin aus den Arterien zu entfernen, und eine Insulinresistenz, die gemeinsam die Gefäßschäden verschlimmern.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer regelmäßigen Überwachung dieses Index bei Menschen mit Bluthochdruck, insbesondere bei jüngeren. Eine frühzeitige Behandlung, die eine strenge Kontrolle des Blutdrucks, eine Verbesserung des Lebensstils und – falls notwendig – Medikamente zur Regulierung der Blutfette umfasst, könnte das Risiko schwerwiegender Komplikationen deutlich verringern. Aktuelle Behandlungen wie Statine ermöglichen es bereits, diesen Index zu senken, und bieten damit einen konkreten Ansatz zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in dieser Hochrisikopopulation.

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Sources

À propos de cette étude

DOI : https://doi.org/10.1186/s40842-026-00302-7

Titre : Association between the atherogenic index of plasma trajectory and risk of cardiovascular diseases among hypertensive patients: a prospective cohort study

Revue : Cardiovascular Diabetology – Endocrinology Reports

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Weiqiang Wu; Peng Fu; Zefeng Cai; Yuxian Wang; Kuangyi Wu; Hong Zheng; Guanlin Chen; Zekai Chen; Yulong Lan; Yanjuan Chen; Shouling Wu; Youren Chen

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