Haarglättungsprodukte enthalten gesundheitsschädliche Substanzen

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Haarglättungsprodukte enthalten gesundheitsschädliche Substanzen

Haarglättungsprodukte, die weit verbreitet von Frauen und insbesondere von Frauen mit dunkler Hautfarbe verwendet werden, enthalten bedenkliche Substanzen für die Gesundheit. Diese Produkte, sei es in Form von Haarentkräuselungsmitteln oder Keratinbehandlungen wie brasilianischen Glättungen, werden oft mit einem erhöhten Risiko für Fruchtbarkeitsprobleme, Gebärmuttermyome und bestimmte hormonell bedingte Krebsarten wie Brust-, Gebärmutter- oder Eierstockkrebs in Verbindung gebracht.

Haarentkräuselungsmittel wirken, indem sie die Disulfidbrücken der Haare durch Hydroxide aufbrechen, während Keratinbehandlungen das Haar glätten, indem sie Keratin hydrolysieren, um einen undurchlässigen Film zu bilden. Beide Produktarten können gefährliche chemische Substanzen enthalten, die entweder absichtlich hinzugefügt oder als Verunreinigungen vorhanden sind. Dazu gehören Formaldehyd, formaldehydabspaltende Konservierungsstoffe, flüchtige organische Verbindungen, Duftstoffe, Schwermetalle wie Blei sowie endokrine Disruptoren wie Phthalate, Phenole und Parabene.

Keratinbehandlungen enthalten häufig Formaldehyd oder formaldehydabspaltende Konservierungsstoffe, selbst wenn die Etiketten das Fehlen dieser Substanz angeben. Studien haben gezeigt, dass Produkte, die als formaldehydfrei gekennzeichnet sind, dennoch Formaldehyd enthalten können, mit Konzentrationen von bis zu 11,5 %. Haarentkräuselungsmittel sind oft reich an endokrinen Disruptoren und Duftstoffen. Analysen zeigen auch, dass Haarentkräuselungsmittel für Kinder hohe Gehalte an Substanzen enthalten können, die in anderen Regionen der Welt reguliert oder verboten sind.

Die Exposition gegenüber diesen Produkten beschränkt sich nicht nur auf die Anwenderinnen. Friseurinnen, oft Frauen mit dunkler Hautfarbe im gebärfähigen Alter, sind besonders betroffen. Sie inhalieren die Dämpfe, die während der Behandlungen freigesetzt werden, insbesondere wenn Hitze angewendet wird, und nehmen die Produkte über Hautkontakt auf. Studien zeigen, dass Friseurinnen nach einem Arbeitstag höhere Werte an Phthalat-Metaboliten und anderen chemischen Substanzen in ihrem Urin aufweisen.

Die Verwendung dieser Produkte steht in einem komplexen sozialen und historischen Kontext. Eurozentrische Schönheitsideale und Haardiskriminierung haben viele Frauen, insbesondere schwarze Frauen, dazu veranlasst, Glättungspraktiken bereits im Kindesalter zu übernehmen. Diese Praktiken, die oft von Generation zu Generation weitergegeben werden, sind eine Reaktion auf starken gesellschaftlichen Druck.

Aktuelle Forschungen betonen die Notwendigkeit, die chemischen Belastungen durch diese Produkte eingehender zu untersuchen. Traditionelle Methoden wie die Analyse von Etiketten oder gezielte Tests reichen nicht aus, um die gesamte Komplexität der chemischen Mischungen zu erfassen. Modernere Ansätze wie die Exposomik könnten ein besseres Verständnis des Ausmaßes der Umweltbelastungen ermöglichen, sowohl für Verbraucherinnen als auch für Fachkräfte. Darüber hinaus sind gemeindebasierte Interventionen entscheidend, um Belastungen und die daraus resultierenden gesundheitlichen Ungleichheiten zu verringern.

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Sources

À propos de cette étude

DOI : https://doi.org/10.1007/s40572-026-00544-8

Titre : Chemicals of Concern in Chemical Hair Straightening Products: A Scoping Review

Revue : Current Environmental Health Reports

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Emily Weaver; Marissa Chan; Lariah Edwards; Ami R Zota

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